Unterer Marktberg Velden

Unsere Partnergemeinden

Roana - Robaan

Der Markt Velden ist seit dem Jahr 1976 mit der italienischen Gemeinde Roana in der Provinz Venetien partnerschaftlich verbunden. Gelegen in einer landschaftlich reizvollen Hochebene hat sich Roana die vergangenen Jahre zu einem echten Geheimtipp unter den touristischen Zielen Oberitaliens entwickelt und ist nicht nur im Sommer, sondern auch für einen Wintersporturlaub eine Reise wert.

Brücke von Roana, Foto: CKB
Brücke von Roana

Aigrefeuille

Seit dem Jahr 1986 besteht eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Aigrefeuille. Dieser Ort liegt ca. 14 Kilometer von La Rochelle und dem Atlantik entfernt. Die Grundlage für diese völkerverbindende Freundschaft legten zwei französische in Velden stationierte Kriegsgefangene, die ihren Kontakt nie abreißen ließen und 27 Jahre nach ihrer Heimkehr die Partnerschaft initiierten. 

Bei vielen Besuchen haben sich schöne, freundschaftliche Kontakte zwischen den Bürgern und den Vereinen ergeben. Weitere Informationen über die beiden Partnerstädte sind über die Links im rechten Info-Block zu finden.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger mit italienischen oder französischen Sprachkenntnissen sind zur Mitwirkung bei den partnerschaftlichen Kontakten immer willkommen. Bitte setzen Sie sich dazu mit dem Rathaus Velden, Herrn Schratzenstaller in Verbindung.

Besuch aus Aigrefeuille im Mai 2017

Freunde aus Frankreich zu Besuch im Markt

Delegation aus der Partnergemeinde Aigrefeuille besuchte Niederbayern – Fußballspiel und Besichtigungstour

Im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Velden und Aigrefeuille weilte vor wenigen Tagen eine Reisegruppe aus Frankreich in der Marktgemeinde Velden. Bürgermeister Gilles Gay und sein Amtsvorgänger Bernard Fouchard wurden unter anderem von einer B-Damenjugendmannschaft und ihren Betreuerinnen begleitet, die gegen die B-Damenjugend des TSV Vilslern zu einem flotten Fußballspiel antrat. Bei herrlichem Frühsommerwetter absolvierten Gäste und Gastgeber ein volles Besuchsprogramm in München und im Bayerischen Wald.

Freudig und erwartungsvoll wurden die 51 Personen starke Gruppe aus der französischen Partnerstadt Aigrefeuille d’Aunis vor dem Rathaus in Velden begrüßt. Bürgermeister Gilles Gay und sein Vorgänger, Altbürgermeister Bernard Fouchard, hatten alle Fahrten seit dem Bestehen der Städtepartnerschaft in den zurückliegenden 32 Jahren begleitet. Neben langjährig bekannten Freunden wurden 15 junge Fußballerinnen und ihre Betreuerinnen herzlich empfangen.

Am Abend war als erster Höhepunkt des Partnerschaftstreffens in das KuGAtz in Atzmannsdorf eingeladen. Bürgermeister Ludwig Greimel konnte die französischen Gäste, die deutschen Gastgeber und ihre Familien und viele Freunde dieser deutsch-französischen Partnerschaft in seinem Anwesen zu einem fröhlichen sommerlichen Festabend begrüßen. Die Gastgeberfamilien hatten liebevoll ein üppiges bayerisches Büffet vorbereitet und die französischen Gäste stachen ein kunstvoll gefertigtes Fass Pineau an. Pineau des Charantes wird als Aperitif getrunken. Es ist eine Mischung aus Eau de vie de Cognac und Traubenmost, die mindestens 14 Monate in Eichenfässern gelagert wird und als regionale Spezialität außerhalb der Region Charante-Maritime wenig bekannt ist.

Musikalisch begleitete den Abend die Jugendblaskapelle des Musikvereins Velden. Die jungen Musiker spielten unter der Leitung von Silvia Beigl flott auf und erneuerten die Tradition ihrer Großeltern, die vor 35 Jahren in Aigrefeuille beim ersten Besuch durch den Musikverein die Partnerschaft in die Wege geleitet hatten. Viel Beifall erhielten auch die Gardemädchen der „Future Dancers“, die ihren Auftritt ins Freie auf den Rasen verlegten.

Treffen mit Herzblut

Im offiziellen Teil des Abendprogramms erinnerten die Bürgermeister Gilles Gay und Ludwig Greimel in ihren Reden an die selbstlosen Gründer und die engagierten Förderer dieser Partnerschaft, die mit viel Herzblut die Treffen in den langen Jahren begleitet hatten und wiesen auf die Bedeutung solcher Partnerschaften hin für das Kennenlernen und Verstehen europäischer Kulturen, die hier besonders intensiv möglich ist, da die Unterbringung ausnahmslos im privaten Kreis von Familien erfolgt. So wird Völkerverständigung auch außerhalb der großen Politik praktiziert und am Haus Europa gebaut.

Bürgermeister Ludwig Greimel und Partnerschaftsreferent Eduard Poschinger bedankten sich bei ihren Kollegen Gilles Gay und Bernard Fouchard und ehrten sie für die 32 Jahre, die sie persönlich die langen Reisen begleitet hatten. In einer Gedenkminute wurde an die im vergangenen Jahr verstorbenen Freunde Jackie Tétaud, er hatte als Vorstand des Fahrradclubs eine Radtour von Aigrefeuille nach Velden organisiert, und an Hubert Faye, er war ein besonderer Freund der Feuerwehr, erinnert.

Pierre Wolf, der Vorsitzende der Montgelas-Gesellschaft zur Förderung der bayerisch-französischen Zusammenarbeit war ebenfalls einer Einladung zum Festabend gefolgt und referierte in beiden Sprachen über die Geschichte und die Entwicklung der deutsch-französischen Städtepartnerschaften. Er gratulierte beiden Kommunen zu ihrer erfreulich langjährigen bayrisch-französischen Partnerschaft. Für den Landkreis Landshut übermittelte stellvertretender Landrat Rudolf Lehner ein Grußwort.

Der zweite Besuchstag stand im Zeichen des Fußballs und der Jugend. Die Fußballerinnen hatten sich einen Besuch der Allianz-Arena gewünscht. Die Zeit verging schnell in der FC-Bayern-Erlebniswelt und im Fanshop. Beim nachmittäglichen Spaziergang zu den Sehenswürdigkeiten in der Münchner Innenstadt standen mehr die Shoppingmöglichkeiten im Mittelpunkt. Der Höhepunkt des Tages war das Fußballspiel zwischen der B-Damenjugend des TSV Vilslern und den B-Jugendspielerinnen aus Aigrefeuille. Viele erwartungsvolle Zuschauer waren auf das Sportgelände nach Vilslern gekommen und alle waren von dem Spiel der jungen Damen begeistert. In einem engagierten und fairen Match trennten sich beide Mannschaften 2:2.

Auf den Arber

Für die Veldener ist in Aigrefeuille ein Bad im Atlantik ein Muss, für die französischen Gäste sind das Äquivalent die Berge. So stand in diesem Jahr eine Fahrt in den Bayerischen Wald, zum Arber, auf dem Programm. Die erste Bergfahrt mit einer Gondelbahn löste bei einigen Gästen flaue Gefühle in der Magengegend aus, wie sie manche von uns bei einer Bootsfahrt auf dem Atlantik erleben könnten. Dass im Bayerwald bedeutende Glasmacherkunst zu finden ist, konnte bei einer Führung durch das Joska-Glasparadies in Bodenmais gezeigt werden. Wieder daheim, stand mit dem Volksfestbesuch in Hinterskirchen noch eine gerne angenommene Herausforderung an. Dieses „féte de la biére“ begeisterte die französischen Gäste und da die Speisekarte für sie in französisch erstellt war, konnten sie die bayerischen Volksfestschmankerl leichter auswählen.

Am folgenden Morgen wurde schon früh zur langen Rückreise aufgebrochen. Zum Abschied gab es noch besondere Geschenke aus der Backstube von französischen Bäckermeistern. Toni Jung, der Elsaßbäcker, hatte vor zwei Jahren in Aigrefeuille seinen Kollegen, den Boulanger Emmanuel Duboué, in die Kunst des Brezenbackens eingeführt. Seitdem gibt es dort erfolgreich bayerische Brezen. Als Dankeschön ließ Emmanuel allen Veldener Gastgebern einen französischen Gateau überreichen. Toni Jung seinerseits überreichte den Gästen zum Abschied Lebkuchenherzen aus seiner Backstube mit den weißblau eingerahmten Wappen der Partnergemeinden.

Beim Au revoir flossen, wie bei den bisherigen Partnerschaftstreffen, Tränen und es werden bis zum Wiedersehen in Aigrefeuille manche Mails zwischen alten und neuen Freunden ausgetauscht werden.