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Part­ner­schaft mit den Kom­mu­nen

von Franziska Höfelschweiger

Speziell in Velden ist die Frage der Ortsentwicklung auch eng mit dem Denkmalschutz verbunden, das bringt die Vielzahl denkmalgeschützter Häuser im Zentrum mit sich. In diesem Zusammenhang stellte Bürgermeister Ludwig Greimel eine neue Konzeption für den kommunalen Denkmalschutz vor.


Der Nachmittag des Bürgerforums Ortsentwicklung wurde von einem Grußwort des ebenfalls in Velden geborenen und beheimateten CSU-Bundestagsabgeordneten Florian Oßner eingeläutet, der den Focus im Kontext mit dem denkmalgeschützten Veranstaltungsort auf das Thema „Denkmalschutz und Denkmalpflege“ richtete. Viel zu häufig in den letzten Jahren seien Entwicklungen in Kommunen durch Auflagen und Vorschriften der Denkmalpflege behindert worden, die weder von betroffenen Eigentümern und/oder Investoren noch von der Allgemeinheit nachvollziehbar seien. Moderner Denkmalschutz müsse, so Oßner, eine Sache sein, die sich wirtschaftlich rechne und eine, die modernes Leben und Arbeiten an historischen Orten ermögliche.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) ist sich der Kritik, die in den vergangenen Jahren zugenommen hat, bewusst und bietet Kommunen eine neue Möglichkeit für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit: das sogenannte „Kommunale Denkmalkonzept“, kurz KDK. Da sich der ursprünglich eingeladene Referent Dr. Ongyerth von der obersten Denkmalbehörde kurzfristig hatte entschuldigen müssen, übernahm Bürgermeister Greimel die Präsentation des Konzepts und scherzte: „Dass ich einmal die Rolle des Denkmalschutzes übernehmen würde, hätte ich mir im Leben nicht vorgestellt“ – doch das KDK habe eine Zielsetzung, die sich vertreten lasse. In erster Linie gehe es dabei um die städtebauliche Denkmalforschung. Bei dem KDK handelt es sich um ein Kooperationsangebot des BLfD an Kommunen mit hohem Denkmalbestand wie im Markt Velden. Schwerpunktthema des „jüngeren“ Denkmalschutzes (seit 2015) ist das „Bewahren durch Erklären und Unterstützen in Partnerschaft mit den Kommunen“.

Wer ein solches kommunales Denkmalkonzept entwickeln lässt, verfügt am Ende über einen Planungsbaustein im Rahmen der Städtebauförderung oder der Dorferneuerung, mit dem sich „vergessene Orte“ auch dadurch verhindern lassen, dass ein Umdenken über das Denkmal als „vererbten Ballast“ hin zum ortsgeschichtlichen und kulturellen „Schatz“ erfolgt. Bürgermeister Greimel begrüßte den strategischen und kooperativen Ansatz des Konzeptes, ließ jedoch offen, ob es ein KDK für Velden geben wird.

Bild: Bürgermeister Ludwig Greimel (3. von links) und MdB Florian Oßner (5. von links) sowie mehrere Veldener Kommunalpolitiker mit den Referenten des 2. Städtebautages in der Marktgemeinde

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