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KULTURmobil gastiert am 15. August 2018 in Velden

von Franziska Höfelschweiger

KULTURmobil, das fahrende Theater des Bezirks Niederbayern tourt auch in diesem Sommer über die Dorf- und Marktplätze. Aufgrund der äußerst positiven Resonanz in den vergangenen Jahren hat sich der Marktgemeinderat Velden wieder für ein Gastspiel entschieden. Die Aufführungen finden am Mittwoch, 15. August (Mariä Himmelfahrt) bei schönem Wetter am Marktplatz und bei schlechtem Wetter im Gerätehaus der Feuerwehr statt. Der Eintritt zu den Aufführungen des Profitheaters ist frei.

Auf dem Spielplan steht in diesem Sommer um 17 Uhr das Kindertheaterstück „Die Abenteuer von Tom und Huck“– und um 20 Uhr das die Komödie „Tartuffe, der Scheinheilige“ –  nach der Komödie von Jean Baptiste Molière.

Kindervorstellung

Die „Abenteuer von Tom und Huck“, die jeweils um 17 Uhr auf dem Programm stehen, sind Erwachsenen genauso bekannt wie Kindern und Jugendlichen. Der Roman von Mark Twain ist bereits vielfach dramatisiert und verfilmt worden. Für KULTURmobil 2018 hat der bekannte Schauspieler und Regisseur Moritz Katzmair eine eigene Theaterfassung erarbeitet. Er will dabei auch die Kinder aus dem Publikum mit einbeziehen, ihre Phantasie anregen und „Lust darauf machen, Abenteuer in der Natur zu erleben.“ Freundschaft, die Liebe zur Heimat und die Menschlichkeit stehen dabei im Mittelpunkt.

Abendvorstellung

Um 20 Uhr wird „Tartuffe, der Scheinheilige“ nach einer Komödie von Jean Baptiste Molière aufgeführt – in der Bearbeitung des bekannten niederbayerischen Regisseurs Sebastian Goller. Mit „Tartuffe“ kommt nicht nur das gefährlichste Stück Molieres auf die Bühne, sondern auch sein stärkstes. Die erste Version von Molière löste auf Grund ihrer drastischen Kritik am Heuchlertum einen Theaterskandal aus, der zum Verbot der ersten und einer zweiten Fassung des Stücks führte. Erst eine dritte Version entging der damaligen Zensur und bildet die Basis für die KULTURmobil-Inszenierung. Die Geschehnisse werden von Regisseur Goller in das ländliche Bayern des Jahres 1920 gelegt: „Durch den Dialekt und der Verortung des Stückes nach Niederbayern schaffen wir eine Brücke zu unseren Zuschauern“, so Sebastian Goller.

Die Musik und die Lieder komponiert für beide Stücke der in Regensburg lebende Niederbayer Martin Kubetz. Ebenfalls für beide Inszenierungen entwirft Günther Brendel das Bühnenbild; er ist ebenso wie Martin Kubetz bereits zum wiederholten Male bei KULTURmobil dabei. Neu im Team ist Mona Hapke, die für beide Stücke die Kostüme kreiert. Ebenfalls erstmals mit von der Partie sind als Regieassistent der Landshuter Christoph Goldstein und die in Zwiesel lebende Stephanie Griebl, die für die Tourneeleitung und die Requisite verantwortlich ist und bisher bei „Dahoam is Dahoam“ tätig war. Bereits zum 21. Mal ist Gerhard Schuller mit dabei, der die Bühnentechnik betreut – und damit genauso lange wie Intendant Dr. Maximilian Seefelder, der das KULTURmobil seit 1998 leitet.

Der Markt Velden und die Verantwortlichen des KULTURmobil freuen sich auf zahlreiche Besucher aus nah und fern. Die Aufführungen finden bei jeder Witterung statt. Sollte das Wetter zu kalt oder regnerisch, wird das Gastspiel vom Marktplatz in das Gerätehaus der Feuerwehr in der Vilsbiburger Straße 50 verlegt. Für das Gastspiel im Freien können für die Sitzbänke jederzeit Kissen oder Decken mitgebracht werden. Für eine kleine Bewirtung ist gesorgt.

Fotos: Szenen aus der Nachmittags- und der Abendvorstellung

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