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„Fundament für die weitere Entwicklung“

von Redaktion

Das neue Parkhaus an der Bahnhofstraße/Ecke Jahnstraße ist am Sonntag feierlich seiner Bestimmung übergeben worden. Der rund 1,8 Millionen Euro teure Neubau bietet im Ortskern auf zwei Geschossen mit insgesamt 2800 Quadratmetern 84 Fahrzeugen Platz. In seiner Eröffnungsrede legte Bürgermeister Ludwig Greimel noch einmal dar, warum das Parkhaus die Grundlage für die weitere Entwicklung des Marktes bildet.


„Der erste Leuchtturm aus dem integrierten Ortsentwicklungskonzept (ISEK) für den Markt Velden steht“, sagte Projektmanagerin Heike Arnold, die seit 2015 die kommunikative und organisatorische Schnittstelle zwischen Regierung, Verwaltung, Projektanten und Veldener Bürgern bildet und am Sonntag durch die Eröffnung führte.

Denn mit Hilfe des Parkhauses sollen nun Freiräume für die Bürger geschaffen werden: „Der Ortskern ist zu wertvoll, um ihn brach liegen zu lassen oder um Autos darauf abzustellen“, sagte Greimel. Der Bürgermeister zeigte sich überzeugt davon, dass in Niederbayern das Auto weiterhin eine zentrale Rolle in der Mobilität spielt. Deshalb brauchen die Orte vernünftige Parkflächen im Zentrum, von wo man leicht zu Fuß weitergehen könne, ergänzte später Michaela Hurle von der Regierung von Niederbayern. In solche Orte komme man gerne. Der Staat fördert das Parkhaus mit rund 53 Prozent.

Greimel zeichnete am Sonntag ein Bild der weiteren Entwicklung der Marktgemeinde. Mit dem Lückenschluss der A 94 und dem Weiterbau der B 15 neu südlich der Isar werde die Region und damit Velden weiter wachsen. „Schon heute haben wir 150 Anfragen nach Bauplätzen. Und wir müssen auch die neuen Bürger integrieren, nicht nur die Asylbewerber.“

Um dies bewältigen zu können, brauche es Orte der Begegnung – also funktionierende Ortszentren. Viele moderne Baugebiete bezeichnete Greimel hingegen als „Vereinzelungsgebiete“, in denen die Mauern und Hecken immer dichter und undurchdringlicher würden. Darüber hinaus möchte die Gemeinde vermeiden, weiter in die Peripherie zu wachsen, weshalb innerorts bebaubare Flächen entwickelt werden sollen.

Deshalb sei man dabei, im Rahmen des ISEK-Prozesses ein strategisches Flächenmanagement zu entwickeln und den Innenraum in der Gemeinde Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Greimel kündigte an, die weiteren Planungen in Kürze vorzustellen, um die Gerüchteküche abzustellen.

Architekt Peter Byrne bezeichnete den Standort des Parkhauses als Glücksfall. Durch den erheblichen Höhenunterschied des Geländes könnten beide Parkebenen gut befahren werden, ohne dass im Inneren eine Rampe nötig sei. Die Fassade mit offenen Keramiklamellen füge sich nicht nur gut in die Umgebung ein, sie sorge auch für eine natürliche Entlüftung – ganz ohne Technik.

Die kirchliche Segnung nahmen schließlich Pfarrer Tobias Rother und sein evangelischer Kollege Andreas Reisberg vor. Eine zum sachlichen Stil der Umgebung ideale musikalische Begleitung lieferte das Percussemble „Drumkey“ unter der Leitung von Roland Gallner: Sieben Schlagzeuger aus der Region zeigten mit mitreißenden Rhythmen eine Streetpercussion-Performance.

Foto 1: Außenansicht Parkdeck; Foto 2: Gäste der Einweihung; Foto 3: Percussemble "Drumkey"; Foto 4: Michaela Hurle von der Bauabteilung der Regierung von Niederbayern; Foto 5: Bürgermeister Ludwig Greimel; Foto 6: Architekt Peter Byrne

Fotos: Georg Soller, Vilsbiburger Zeitung
Quelle: Vilsbiburger Zeitung - Lokalteil Velden vom 16.07.2019

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