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Der Heimat Anerkennung und Glanz verliehen

von Redaktion

Für sein jahrzehntelanges Engagement für die Heimat und deren Geschichte wurde Josph Schuster mit dem Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt ausgezeichnet. „Sie sind für viele Menschen und Bürger in Velden Dreh- und Angelpunkt des örtlichen Lebens, Ansprechpartner und Vermittler“, sagte Landrat Peter Dreier in seiner Laudatio auf Schuster, der Gründungsmitglied des Heimatvereins und des Museumsvereins war. Joseph Schuster hat vor vielen Jahren damit begonnen, historische Fundstücke, Objekte, Fotos und ähnliche Erinnerungsstücke zu sammeln, zu archivieren und der Nachwelt auf unterschiedliche Weise zur Verfügung zu stellen – mit dem Ziel, einmal ein „Haus der Geschichte“ in seiner Heimatgemeinde zu schaffen. Deshalb zählte er im Jahr 1993 zu den Gründungsmitgliedern des Heimatvereins Velden und amtierte von 2008 bis 2011 als erster und anschließend bis 2014 als zweiter Vorsitzender des Vereins.

Der Geschichte im Vorübergehen begegnen

Schuster hat sich aber auch seit jeher mit der Ortsgeschichte Veldens befasst und den Anstoß gegeben, dass an vielen historischen Häusern im Ortskern durch Tafeln auf die alten Hausnamen und Hausbeschreibungen hingewiesen wird. „So können sich Passanten über die Geschichte der Anwesen informieren und lernen quasi im Vorbeigehen ihre Heimat und deren Geschichte besser kennen“, schilderte der Landrat in seiner Laudatio.

Seit 2008 ist Joseph Schuster auch als Gründungsmitglied des Museumsvereins „Velden – einst und jetzt“ aktiv. Vor allem in der Anfangsphase habe er sein Können dem Dienst an der Sache verschrieben, berichtete Dreier: Als gelernter Schreiner führte der Geehrte die notwendigen Umbauarbeiten an den von der Gemeinde gestellten Räumlichkeiten durch und steuerte überdies viele Ausstellungsstücke aus seinem beeindruckenden Archiv bei. Auch heute noch stehe Joseph Schuster dem längst etablierten Museum mit Rat und Tat zur Seite.

Initiator des Brenninger- Freilichtmuseums

Ein weiteres Museum in nächster Nähe würde es ebenfalls ohne Joseph Schusters Engagement nicht geben: das Georg-Brenninger-Freilichtmuseum in Velden. „Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Gesamtlebenswerk des Bildhauers und Architekten Georg Brenninger (1909 bis 1988), einem gebürtigen Veldener, zu ehren“, hob der Landrat eine weitere Leistung Schuster hervor. Zu Brenningers 100. Geburtstag im April 2009 habe der engagierte Veldener die Auftaktveranstaltung organisiert. Dank seiner Kontakte zur Amon-Stiftung, die Brenningers Erbe verwaltet, sei der weit über Velden hinaus bekannte Brenninger-Weg realisiert worden.

Neben der Heimat (-Geschichte) hat sich Joseph Schuster zeitlebens auch für den Sport begeistert. „Sie waren es auch, der den Radsport nach Velden holte“, betonte der Landrat: Schusters Einsatz war es zu verdanken, dass die Bayernrundfahrt und die Deutschlandrundfahrt der Radprofis in den Jahren 2009 und 2013 durch den Ortskern von Velden führten.

Radrennen der Profis nach Velden gelotst

Auf seine Initiative war zudem das erste „Harry-Saager-Gedächtnisrennen“ im Jahr 2013 zurückzuführen, das seitdem jedes Jahr in Velden stattfindet und von Josef Schuster mitorganisiert wird – in Erinnerung an Harry Saager, der in seiner Jugend in Velden lebte, in den 1940er Jahren einer der besten deutschen Radrennfahrer war und 1949 das Radrennen „Quer durch Deutschland“ gewann.

Als ob sich Joseph Schuster nicht schon genug für die Heimat und das Gemeinwohl engagiert hätte, sind seine Verdienste damit jedoch nicht erschöpfend gewürdigt. Der Vollständigkeit halber erwähnte Landrat Peter Dreier, dass Schuster seit 1966 auch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Velden ist und von 1979 bis 2006 deren Kasse verwaltet hat. Außerdem gehörte er von Mai 1990 bis Dezember 2000 dem Marktgemeinderat von Velden an und amtierte von Mai 1996 bis Dezember 2000 als zweiter Bürgermeister seiner Heimatgemeinde.

Die Mitmenschen an ihre eigenen Wurzeln erinnern

Durch sein Wirken verleihe Joseph Schuster seiner Heimat „Anerkennung und Glanz“, konstatierte der Landrat in Gegenwart von Staatsminister Bernd Sibler, der Landtagsabgeordneten Jutta Widmann und Helmut Radlmeier sowie von Bürgermeister Ludwig Greimel. Es sei Joseph Schuster „ein Anliegen, den Menschen in ihrem Miteinander Freude zu schenken, sie aber auch an die Heimat und ihre eigenen Wurzeln zu erinnern“. Dies sei „gerade in dieser schnelllebigen Zeit sehr wichtig“, so Dreier. Umso mehr freue er sich, dass Ministerpräsident Markus Söder Joseph Schusters „außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement“ mit dem Ehrenzeichen für Verdienste im Ehrenamt gewürdigt habe.

 

Foto: Zur Verleihung des Ehrenzeichens des bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt gratulierten Joseph Schuster (v.l.) Landrat Peter Dreier, Landtagsabgeordnete Jutta Widmann, Bürgermeister Ludwig Greimel sowie (v.r.) Staatsminister Bernd Sibler und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier. Foto: Elmar Stöttner

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