Forschungsarbeiten & Sammlungen von Peter Käser

Zur Person

Peter Käser, Baujahr 1948, ein geborener Gangkofener, hat sich schon in Jugendjahren bei der Historischen Interessengesellschaft Gangkofen (HIGA) mit geschichtlichen Nachforschungen auseinandergesetzt. In den 70ger Jahren kam in seinem jetzigen Heimatort Binabiburg, das Interesse an der Geschichtsforschung als Hobby wieder auf. Seit dieser Zeit ist er auch ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Museum Vilsbiburg. Für die heimatkundlichen Untersuchungen ist es notwendig in den Archiven, ob München, Regensburg, Landshut, oder dem Archiv des Museum/Heimatverein Vilsbiburg Einsicht zu nehmen. Festschriften wurden geschrieben, Kirchenführer, unzählige Berichte und bis jetzt sieben Bücher, welche sich der "Geschichte vor der Haustüre" widmen.

Eines der jüngeren Werke mit dem Titel "Vilsbiburger im geistlichen Stande" steht auf der Website des Vilsbiburger Museums als PDF zur Verfügung:
https://www.museum-vilsbiburg.de/fileadmin/user_upload/dateien/Buch_Priester.pdf

Mehr zur Arbeit von Peter Käser:

Sämtliche seiner Forschungsberichte sind zu finden auf:
www.museum-heimatverein-vilsbiburg.de  oder auf der (Forscher-Sammler-WEB-Seite) der Landshuter Archäologen (ArLAn) ► www.arlan.de

Heimatforschung über Velden und Umgebung

Die herzogliche Besitzaufschreibung vom Jahr 1300

Die herzogliche Besitzaufschreibung vom Jahr 1300,
als frühes Zeugnis urbanen Lebens in unserer Heimat.
- » die Hofmark Velden, im Besitz des Herzogs.

50 Jahre nach der Übernahme Bayerns durch die Wittelsbacher eruiert der bayerische Herzog Otto II. (der Erlauchte) in einer Zusammenstellung, dem I. Herzogsurbar von 1231/34, die ihm zufließenden Einkünfte aus seinem Landshuter Amt und den 23 Unterämtern.

Ein II. Urbar, eine Aufschreibung mit dem herzoglichen Besitz in Niederbayern, wird nach den Jahren der Markt- und Städtegründungen, im Jahr 1300 fertig gestellt.

Das Salbuch von 1300 (II. Urbar) führt im Gericht Vilsbiburg einen über die Stadt Vilsbiburg weit hinausreichenden Rechtsbezirk auf. Neben dem Zoll von Vilsbiburg werden die Beizölle in Solling und Gerzen genannt, aber auch die herzogliche Hofmark Velden.

Peter Käser

Es sind auch veldnerische Eigen in der Hofmark zu Velden
Der Landkreis Vilsbiburg: Velden

Im Jahr 1962 konnten die bayerischen Landkreise auf ihr 100jähriges Bestehen zurückblicken.

Der Vilsbiburger Kreistag mit Landrat Dr. Gregor Hartl beschlossen in einer Sitzung am 30. April 1962 ein Heimatbuch für den Landkreis Vilsbiburg herauszugeben, in dem alles Wissenswerte und Interessante festgehalten wird.

Im Heimatbuch des Landkreises Vilsbiburg, herausgegeben 1966, wird ab Seite 87 die Geschichte von Velden beschrieben, so auch Eberspoint, und auf Seite 181 das Wappen des Marktes Velden.

Peter Käser

Niederbayerische Heimatblätter

Die Niederbayerischen Heimatblätter waren eine Beilage zum Vilsbiburger Anzeiger.

Ludwig Gernhardt untersucht 1930 die Geschichte von Velden

1930: Geschichte Velden

Pfarrer Bartholomäus Spirkner untersucht 1930/31 die Geschichte des Regensburger Hochstiftsbesitzes Velden-Eberspoint

1930/31: Der Regensburger Hochstiftsbesitz Velden-Eberspoint

Der Vilsbiburger Oberlehrer Gottfried Hertle, setzt sich 1938 mit der Geschichte von Eberspoint auseinander

1938: Geschichte Eberspoint

Vilssöhl: Kirche-, Orts- und Hofgeschichte
Schlosskirche Vilssöhl

Der Weiler Vilssöhl liegt in der Verwaltungsgemeinschaft Velden, im Bistum München-Freising und gehört zum Pfarrverband Velden.

Die kleine Schlosskirche die dem heiligen Erasmus geweiht ist, steht unmittelbar an der Vils. Nicht weit davon entfernt stand das Schloß Vilssöhl, das vor 1808 bei den Grafen Von und Zu Alt- und Neufraunhofen im Besitz stand, dann aber in private Hände kam. Die bayerischen Herzöge hatten schon 1230 die Hand auf dem Besitz an der Vils. Auch die weiterführenden Urbare nennen Vilssöhl beim Herzog. Die Ottonische Handfeste 1311 brachte es vermutlich mit sich, dass sich der einfache Landadel das herzogliche Lehen aneignete – und es waren deren Viele.

Zu einem Sitz und Hofmark gehörten natürlich eine große Ökonomie, eine Mühle und eine Kirche. Sie wird als kleine gotische Anlage dem 15. Jahrhundert zugeschrieben. Eine wöchentliche Messe musste der Pfarrer von Holzhausen halten. Die Adeligen der Schleich hatten im Chorgewölbe auf einem Schlussstein ihr Stifterwappen hinterlassen. Heute ist der Stein übermalen. In der Kirche befinden sich gute Skulpturarbeiten um 1480/1500. Einer Votivtafel nach zu urteilen, hat es auch einmal eine Wallfahrt zum heiligen Erasmus von Vilssöhl gegeben.

Die Kirche ist schön restauriert und auch einmal einen Sonntagsausflug wert.

Für eine Haus- und Hofgeschichte wurden im Staatsarchiv von Landshut die Gebäude-Fassion des Steuer-Distrikts Vilssöhl von 1808, der Kataster vom Jahr 1845 und die anschließenden Umschreibhefte für alle Anwesen von Vilssöhl und dem benachbartem Holzhäusel bearbeitet.

So ergibt sich auch für einen kleinen Weiler wie Vilssöhl durch eine Nachforschung ein geschichtliches Bild, das für manchen Interessierten überraschend ist.

Peter Käser

Aus dem Historischen Atlas von Bayern

Dr. Georg Schwarz aus Dingolfing, bringt 1976 den

Historischen Atlas von Bayern,

Teil Altbayern. Heft 37 heraus.

- ▪ Vilsbiburg: Die Entstehung und Entwicklung der

Herrschaftsformen im niederbayerischen Raum zwischen Isar und Rott.

Für VELDEN liefert Dr. Schwarz eine umfangreiche Geschichtsforschung.

Als Velden lutherisch war - Zweidrittel der Pfarrei waren 1560 evangelisch

1560 wurde das Bistum Freising visitiert. Es war eine turbulente Zeit, - die Zeit der Glaubensspaltung. Der Freisinger Bischof wollte schon genau wissen wie es auf den Pfarreien zugeht. Überprüft wurden auch die Pfarreien Velden und Ruprechtsberg. Nun stellte sich heraus, dass Zweidrittel der Veldener Kommunikanten und von den 550 Kommunikanten der Pfarrei Ruprechtsberg gar 500 in die Grafschaft Haag zum lutherischen Abendmahl gingen. Überall waren Winkelprediger unterwegs; Laien welche die „Neue Lehre“ unter das Volk brachten. Das Pfarrvolk geht zur Predigt, alsbald aber diese aus ist, laufen sie aus der Kirche, und es bleiben nur noch einige Personen in der Kirche. Gar mancher Abweichler wurde des Landes verwiesen und verlor Hab und Gut.

Peter Käser

Söhne katholischer Priester werden wiederum Priester

Nachforschungen zu 500 Jahre Reformation, „Die Reformation vor der Haustüre“ (Siehe Datei - Reformation) erbrachten Ergebnisse zu Priestern welche den Zölibat missachteten, im Konkubinat in heimlichen ehelichen Verhältnissen lebten und viele Kinder hatten. Und es stellte sich heraus, dass aus so mancher Verbindung auch Söhne und Enkel der Berufung des priesterlichen Vaters folgten.

In der Pfarrkirche von Untervilslern (Pfarreiengemeinschaft Velden) steht das Grabmal das Pfarrers Michael Khemater. Er ist der Sohn des Landshuter Kaplans im Schloss (später Burg Trausnitz). Der Enkel des Schlosskaplans, Michael Erasmus Khemater ist Pfarrer von Geisenhausen. Sein Grabmal befindet sich in der Pfarrkirche von Geisenhausen. Unter Pfarrer Khemater verkaufte das Domstift Augsburg die Pfarrei Geisenhausen am 1. Juni 1605 um 17.000 Gulden an das Stift St. Martin und Kastulus in Landshut.

Peter Käser