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Ortsnamen der VG Velden und ihre Geschichte | Ort: Pfarrheim Velden

Ortsnamensforschung ist für die Besiedelungsgeschichte aufschlussreich

In einer Versammlung des Veldener Heimatvereins und des Bayerischen Cimbernkuratoriums spricht am Dienstag den 14. November, Pfarrer Johann Schober über die Ortsnamengeschichte der über 200 Orte in der VG Velden. Aus Zeitgründen können nicht alle Orte ausführlich besprochen werden. Interessierte erhalten auf Fragen natürlich auch Antworten zur  geschichtlichen Entwicklung ihrer  Wohnorte . Beginn im Pfarrheim Velden ist 19.00 Uhr. Der Adlkofener Pfarrherr gilt als ausgewiesener Experte bei der Erforschung der historischen Ortsnamengeschichte in Bayern.

Die Bedeutung von Ortsnamen für Geschichts-und Sprachforschung kann an Beispielen Südbayerns erklärt werden. In spätkeltischer Zeit ( 750 bis 50 v. Chr.) wurden viele mit Wällen und Gräben geschützte Heiligtümer, sog. Viereckschanzen, errichtet.  Auf die Reste solcher keltischen Wallanlagen weisen Namen wie Biburg hin. Die Germanen bezeichneten so Orte, die bei ehemaligen Keltenschanzen errichtet wurden. Flussnamen gehören zu den ältesten überlieferten sprachlichen Zeugnissen. Die älteste historische Form für die Vils, überliefert aus der Zeit 748 n. Chr. , ist Filusa. Die Bedeutung ist zu erschließen aus dem Indogermanischen " die langsaml fließende". Örtlichkeitsnamen werden in aller Regel verwendet ohne deren ursprünglichen Sinn und Herkunft, die meist nur Fachleuten bekannt sind, zu hinterfragen. Diese Namen wurden geprägt, um Orte zu kennzeichnen und von einander zu unterscheiden. Ortsnamen sind somit einzigartige Zeugen der Vergangenheit, die bei näherer Betrachtung eine Fülle von Informationen offenbaren. Auch wenn schriftliche und archäologische Quellen fehlen, kann mit Hilfe der Örtlichkeitsnamen der Ablauf der Siedlungsgeschichte erhellt werden.   

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