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Sitzungsarchiv Markt Velden

Weiterplanen mit günstigerer Aufzugs-Variante

Auf seiner jüngsten Sitzung in der Schul-Turnhalle beschäftigte sich der Marktgemeinderat unter anderem mit dem Thema eines Aufzugs für die Schule. Dieser soll nachgerüstet werden, um das Gebäude damit besser barrierefrei zugänglich zu machen. Allerdings hatten erste Planungen eine deutliche Überschreitung des Kostenrahmens ergeben. Jetzt soll neu und günstiger geplant werden.

Wie Bürgermeister Ludwig Greimel am Mittwoch deutlich machte, sei ein erster Entwurf für den Aufzug an der Grund- und Mittelschule Velden deutlich teurer ausgefallen als man das eigentlich vorgesehen habe: Von 335 000 Euro hätte man demnach bei der ursprünglichen Planung ausgehen müssen, wie der Bürgermeister ausführte. Vor diesem Hintergrund habe man neue Überlegungen angestellt, ob und wie man den Aufzug günstiger nachrüsten könnte. Dabei ist vorgesehen, den Lift neben dem Haupteingang zur Schule als Außenaufzug mit Betonschale zu bauen. Dazu müsse man den Schuleingang ein Stück versetzen, was jedoch baulich kein großes Problem darstelle, wie Greimel betonte. Erste Prüfungen dieser Überlegungen hätten bereits für eine Realisierbarkeit gesprochen und vor allem für deutlich niedrigere Kosten gegenüber dem ursprünglichen Entwurf. „Die neue Planung würde dem vorgesehenen Kostenrahmen entsprechen“, zeigte sich Bürgermeister Greimel in der Sitzung zuversichtlich.

Eine weitere planerische Entscheidung hatte der Marktgemeinderat in Bezug auf die zusätzlichen Stockwerke des Parkdecks an der Jahnstraße zu fällen. Dort sind zwei Park-Etagen für die Autos bereits in Betrieb, das stellt aber noch nicht den endgültigen Baustand des im Rahmen des Ortsentwicklungskonzepts initiierten Projekts dar. Baustahl-Stangen, die aus dem jetzigen Dach des Parkdecks ragen, weisen darauf hin, dass das Gebäude darauf ausgelegt wurde, mit bis zu zwei weiteren Etagen bebaut zu werden.

Verwaltung und Saal

Wie Bürgermeister Ludwig Greimel ausführte, habe man mittlerweile die planerischen Ziele für diese weiteren Stockwerke festgelegt und könne daher die Bauleitplanung für das Projekt auf den weiteren Verwaltungsweg bringen. So ist vorgesehen, eine der neuen Ebenen für die Verwaltung zu reservieren, inklusive eines Versammlungssaals. Eine weitere Ebene wäre für Dienstleistungen vorgesehen, Bürgermeister Ludwig Greimel erwähnte in diesem Zusammenhang eine Zahnarztpraxis. In den Festlegungen zur Bebauungsplanung ausgeschlossen worden sei unter anderem ein Supermarkt, wurde ebenfalls noch informiert. Die entsprechenden Änderungen seien in den Bebauungsplan eingearbeitet worden, hieß es dazu noch. Die Markträte votierten einstimmig dafür, die aktualisierte Planung für das „Sondergebiet Parkdeck Jahnstraße“, so der offizielle Name, auf den weiteren Verwaltungsweg zu schicken. Ob und wann die theoretischen Möglichkeiten für die beiden weiteren Etagen des Parkdecks tatsächlich baulich ausgeschöpft werden, war am Mittwoch im Rahmen der Sitzung kein Thema.

Ein weiterer Bebauungsplan, der im Zuge der Sitzung behandelt wurde, betraf das Sondergebiet Fischbach. Dort besteht bereits ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Biogasanlage, der erweitert werden soll, wie Bürgermeister Greimel erläuterte. Weil die Baumaßnahme größeres Ausmaß habe, sei man sich in diesem Fall einig gewesen, dass ein Bebauungsplan erforderlich sei. Die Unterlagen, um in eine öffentliche Auslegung dieses Planwerks zu starten, seien laut Greimel vorhanden. Die Markträte stimmten einhellig für dieses Vorgehen.

Die Eberspointer Kellerbergschützen dürfen sich nach einer Entscheidung des Marktgemeinderates über einen Zuschuss für einen elektronischen Schießstand freuen. Der Markt wird 20 Prozent der Bruttokosten von rund 26 500 Euro übernehmen, nachdem Zuschüsse und ähnliche Leistungen an den Verein abgezogen worden sind. „Das wurde bei anderen Schützenvereinen auch bezuschusst, also gibt der Markt auch in diesem Fall die übliche Förderung“, hatte der Bürgermeister in diesem Zusammenhang unterstrichen.

In Sachen Breitbandausbau in der Gemeinde konnte Ludwig Greimel von weiteren Planungs- und Abstimmungsgesprächen berichten. Die entsprechende Ausschreibung für das umfangreiche Projekt, mit dem weitere kleine Ortschaften mit schnellem Internet versorgt werden sollen, sei bis in den Herbst vorgesehen, dann stehe eine Vergabe-Entscheidung an, wurde vorausgeblickt. „Die Sache bleibt komplex, aber wir sehen ein Licht am Ende des Tunnels“, meinte Bürgermeister Greimel hier zuversichtlich.

Quelle: Vilsbiburger Zeitung - Lokalteil Velden vom 26.06.2020

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